Physisches Gold

Warum immer mehr Anleger auf physisches Gold setzen

Das Edelmetall Gold als Kapitalanlage wird von den Menschen bereits seit Jahrtausenden als Sicherheit geschätzt. Seit dem Altertum steigt der Goldpreis immer dann, wenn sich eine Krise anbahnt. Eine Krise kann sich dabei in vielerlei Form darstellen: Krieg, Wirtschaftskrise, Pandemie oder Ähnliches. Für viele Anleger stellt physisches Gold in Form von Goldbarren, Goldnuggets sowie Goldmünzen immer noch eine der besten Kapitalanlagen überhaupt dar, auf die im Falle einer Veräußerung und der Mitnahme von Gewinnen keinerlei Steuern anfallen. Doch zu welchen sonstigen Gelegenheiten wird Gold in physischer Form überhaupt noch gekauft? Wie wird physisches Gold überhaupt gehandelt und was verdient der Goldhändler am Ende daran? Alle genannten Fragen sollen dem Leser innerhalb der folgenden Abschnitte einer näher beantwortet werden.

Zu welchen Gelegenheiten physisches Gold gern gekauft wird

Gold in physischer Form wird zu den unterschiedlichsten Ereignissen gern gekauft. Für viele Anleger dient es in erster Linie als Sicherheit, weshalb Gold oftmals zwischendurch als Sparrücklage gekauft wird. Der entsprechende Goldbestand der Privatanleger erhöht sich auf dieser Grundlage stetig und wächst stellenweise von Monat zu Monat. Beliebte Kaufzeitpunkte sind jedoch oftmals Phasen, in denen Privatanleger über ein hohes, freigewordenes Nettoeinkommen verfügen, welches dann entsprechend in physisches Gold umgesetzt wird – zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen sowie Geburtstage oder Ähnliches. Der Goldankauf findet im privaten Bereich daher häufig um die Weihnachtszeit sowie zu Quartalsanfängen statt, weshalb zu diesen Zeiten mit einer starken Goldnachfrage zu rechnen ist. Ebenso beliebt ist physisches Gold aber auch als Hochzeitsgeschenk sowie natürlich in Form von Trauringen und Schmuck. Da das Edelmetall Gold immer auch für Sicherheit und Solidität steht, stellt dieses in physischer Form auch ein beliebtes Geschenk zum schönsten Tag im Leben eines Ehepaares dar. Diese sollen in erster Linie als Notreserve für das gemeinsame Leben dienen. Darüber hinaus fasziniert Gold die Menschen bereits seit Jahrtausenden und weckt in vielen Privatanlegern zum Teil auch eine gewisse Sammlerleidenschaft – das gilt vor allem für Numismatiker. Grundsätzlich gibt es also eine Vielzahl an Gelegenheiten, sich für den Kauf von physischem Gold zu entscheiden. Dabei gilt natürlich: Der beste Zeitpunkt für den Goldkauf ist im daher immer genau jetzt!

In welchen Formen physisches Gold überhaupt gehandelt wird

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Varianten, sich für den Kauf von physischem Gold zu entscheiden: Goldbarren, Goldnuggets und Goldmünzen. Die gängigste Form des physischen Goldhandels stellen Goldbarren dar – hierbei handelt es sich um die erstarrte Schmelze von dem vorher erhitztem Golderz. Der Hauptzweck stellt dabei die Sicherung der Transportfähigkeit des Goldes dar. Goldbarren dienen also in erster Linie als Zwischenstufe, damit diese leicht transportierbar sind und für ihre spätere Verwendung eine standardisierte Form aufweisen. Aus diesem Grund sind Goldbarren auch bei Privatanlegern so beliebt, da dieser zu jedem Zeitpunkt Abnehmer finden und in Industrie und Handwerk gleichermaßen als Rohstoff benötigt und eingesetzt werden können. Das Gewicht der auf dem Goldmarkt erhältlichen Goldbarren variiert zwischen 1 Gramm und in der Regel maximal 12,5 Kilogramm. Eine weitere Form stellen die sogenannten Goldnuggets dar. Hierbei handelt es sich um Goldklumpen, die auf natürliche Art und Weise entstanden sind und nach ihrer Extraktion nicht weiterverarbeitet wurden. Sie stellen damit Gold in ihrer unverarbeiteten Form dar und dienen für Privatanleger eher als Sammlerstück. Goldnuggets sind preislich in der Regel niedriger angesiedelt als Goldbarren und sind oftmals auch wesentlich schwerer erhältlich, da ein Großteil des weltweit gewonnenen Goldes in Goldbarren, Goldmünzen oder Goldschmuck verarbeitet wird. Das Gewicht der auf dem Goldmarkt erhältlichen Goldnuggets schwankt zwischen wenigen Gramm und bis zu einem Kilogramm. Die letzte Form des physischen Goldes stellen Goldmünzen dar. Hierbei handelt es sich jedoch um die einzige der drei genannten Formen, die auch geringere Goldanteile aufweisen kann. Seit dem Altertum gelten Goldmünzen als beliebtes Zahlungsmittel, aber auch als Sammler- und Wertobjekt. Die beliebtesten Goldmünzen auf dem Goldmarkt sind aktuell der Krügerrand (Südafrika), das Maple Leaf (Canada), der American Eagle (USA) sowie der Wiener Philharmoniker (Österreich). Erhältlich sind Goldmünzen oftmals mit einem Gewicht zwischen einer zehntel Unze und bis zu einer Unze (31,10 Gramm).

Was ein Goldhändler am physischen Gold verdient

Ein Goldhändler verdient in erster Linie an der Spanne zwischen dem Goldeinkaufspreis und dem Goldverkaufspreis. Eine Unterscheidung gibt es hier zwischen dem Briefkurs und dem Geldkurs. Ersterer stellt den Kurs dar, zu welchem der Goldhändler bereit ist, Gold in Form von Goldbarren, Goldnuggets oder Goldmünzen an den potenziellen Käufer zu verkaufen. Beim Geldkurs hingegen handelt es sich um den Kurs, zu welchem der Goldhändler bereit ist, Gold in Form von Goldbarren, Goldnuggets oder Goldmünzen vom potenziellen Verkäufer zu kaufen. Der Briefkurs liegt in aller Regel höher als der Geldkurs. Viele Goldhändler verlangen darüber hinaus oftmals noch weitere Handelsgebühren oder verdienen an der sicheren Aufbewahrung von physischem Gold für ihre Kunden.

Wo Gold in physischer Form sicher aufbewahrt werden kann

Physisches Gold kann entweder zu Hause oder bei einer Bank aufbewahrt werden. Für die Aufbewahrung zu Hause empfiehlt sich die Anschaffung eines Safe, in welchem die Goldbarren, Goldnuggets oder Goldmünzen sicher verschlossen werden können. Alternativ kann physisches Gold aber auch im Bankschließfach gelagert werden, wo dieses als Sondervermögen gilt und rein rechtlich unbeachtet von Steuer- und Gläubigeransprüchen bleibt. Entsprechende Schließfächer befinden sich meist in den Filialen von Geschäftsbaken und sind bereits ab 5,00 Euro pro Monat erhältlich.